SKRIPT UND KONZEPT

Erklärvideo-Skript schreiben: Aufbau, Beispiele und Fehler

Ein gutes Skript zählt nicht möglichst viele Funktionen auf. Es entscheidet, was dein Zuschauer verstehen muss, und führt ihn genau dorthin.

Kurz gesagt

Ein gutes Erklärvideo-Skript beschreibt nicht das Produkt, sondern die Veränderung für den Zuschauer: Problem, Lösung, Funktionsweise, Nutzen und nächster Schritt. Es wird zweispaltig geschrieben, links der Sprechertext, rechts was im Bild passiert. Ob die Länge passt, prüfst du, indem du den Text laut, in ruhigem Tempo und mit Stoppuhr vorliest. Bei Explikate ist das Skript in jedem Paket enthalten und entsteht gemeinsam mit dir.

Wie ist ein Erklärvideo-Skript aufgebaut?

Bewährt hat sich eine Reihenfolge aus sechs Fragen. Jede beantwortet, was der Zuschauer in diesem Moment wissen will.

SchrittFrage, die das Skript beantwortet
1. ProblemWelches konkrete Problem bremst deine Zielgruppe im Alltag?
2. FolgenWarum ist das Problem teuer, lästig oder riskant?
3. LösungWie verändert dein Produkt diese Situation?
4. FunktionsweiseWas muss der Zuschauer über den Ablauf verstehen, und nicht mehr?
5. ErgebnisWas hat der Nutzer danach: Zeit, Sicherheit, weniger Fehler?
6. Nächster SchrittWelche eine Handlung soll der Zuschauer danach ausführen?

Warum ist eine Funktionsliste noch kein Skript?

Der häufigste Fehler bei intern geschriebenen Skripten: Das Produkt wird als Stichpunktliste vorgelesen. Vergleiche:

Funktionsliste„Unsere Software bietet automatische Daten-Imports, REST-Schnittstellen, rollenbasierte Rechteverwaltung, Echtzeit-Dashboards und PDF-Berichte.“ Das Produkt spricht über sich selbst.
Geschichte„Dein Team trägt jeden Montag Daten aus verschiedenen Systemen zusammen. Mit unserer Plattform laufen sie automatisch an einem Ort zusammen, und du siehst sofort, wo Handlungsbedarf ist.“ Hier geht es um den Menschen und seinen Nutzen.

Übersetze jede Funktion in eine Veränderung, die der Zuschauer spürt:

FunktionSatz im Skript
Automatisierte Schnittstelle„Du musst Informationen nicht mehr aus fünf Systemen zusammensuchen.“
3D-Schnittansicht einer Maschine„Du siehst direkt in das Innere der laufenden Anlage.“
Zertifiziertes Rechenzentrum„Deine Daten liegen in einem zertifizierten Rechenzentrum.“

Warum wird ein Skript zweispaltig geschrieben?

Weil ein Erklärvideo die Arbeit auf Ton und Bild verteilt. Links steht der Sprechertext, rechts, was gleichzeitig im Bild passiert. So sieht jeder Beteiligte, ob ein Satz etwas erklärt, das das Bild besser zeigen kann.

SprechertextBild
„Statt Daten von Hand einzutragen, landen alle Angaben automatisch in deiner Übersicht.“Mehrere unübersichtliche Tabellen fließen in ein aufgeräumtes Dashboard. Ein grünes Signal bestätigt den Abgleich.
Skriptzeile als Animation (Explikate Produktion)
Skript und Bild
Skriptzeile als Animation (Explikate Produktion)
Explikate Produktion
Der Text nennt den Nutzen, das Bild zeigt den Datenfluss. So muss der Sprecher keine Menüs vorlesen.

Wie lang darf der Sprechertext sein?

So lang, dass der Sprecher ruhig sprechen kann und die Bilder Zeit haben. Der einfachste Test: Lies den Text laut, in ruhigem Tempo und mit Stoppuhr vor. Plane Pausen an den Stellen ein, an denen im Bild etwas passiert. Wenn du über der Zielzeit liegst, kürze Inhalte, nicht das Tempo.

Welche Gesamtlänge zu deinem Einsatz passt, steht im Artikel Wie lang sollte ein Erklärvideo sein?

Was gehört ins Skript und was nicht?

Gehört hineinBleibt draußen
Das konkrete Problem der ZielgruppeDie vollständige technische Dokumentation
Ein roter Faden von Problem zu ErgebnisInterner Fachjargon und Abkürzungen
Gesprochene Sprache, kurze SätzeJedes Untermenü der Oberfläche
Bildbeschreibung zu jedem SatzGründungsjahr und Firmengeschichte
Eine klare HandlungsaufforderungWerbeversprechen ohne Beleg

Welche Fehler passieren beim Skript am häufigsten?

  1. Zu viele Funktionen. Wer alles zeigt, bleibt nicht im Kopf.
  2. Produkt vor Problem. Der Zuschauer weiß noch nicht, warum ihn das interessieren soll.
  3. Kein roter Faden. Sprünge zwischen Technik, Vertrieb und Firmengeschichte.
  4. Fachjargon. Interne Begriffe, die Kunden nicht kennen.
  5. Kein klarer Nutzen. Es wird erklärt, was die Software tut, nicht, was besser wird.
  6. Handlungsaufforderung im letzten Atemzug. Sie braucht Zeit und Gewicht.
  7. Bild und Ton doppelt. Der Sprecher liest vor, was schon als Text im Bild steht.
  8. Geschrieben statt gesprochen. Lange Schachtelsätze lesen sich gut und klingen schlecht.

Wie unterscheidet sich ein Skript für Software, Industrie und Messe?

EinsatzSchwerpunkt im SkriptMehr dazu
SoftwareManuelles Problem, automatisierter Ablauf, aufgeräumte Oberfläche, ZeitgewinnErklärvideo für SaaS
IndustrieTechnische Hürde, Blick ins Innere, Funktionsprinzip, Vorteil im BetriebErklärvideo für Industrie
MesseKein Sprechertext, kurze Aussagen in großer Schrift, jeder Abschnitt für sich verständlich, LoopMessevideo

Warum spart ein gutes Skript Zeit und Geld?

Änderungen sind im Skript am günstigsten, weil noch nichts gezeichnet, aufgenommen oder animiert ist. Bei Explikate ist der Preis fest, egal wie oft das Skript überarbeitet wird. Trotzdem gilt: Je klarer das Skript, desto schneller laufen Storyboard und Animation. Mehr dazu im Artikel Was kostet ein Erklärvideo?

Häufige Fragen

Wie ist ein Erklärvideo-Skript aufgebaut?

Bewährt hat sich die Reihenfolge Problem, Folgen des Problems, Lösung, Funktionsweise, Ergebnis und eine klare Handlungsaufforderung. Jeder Abschnitt beantwortet eine Frage, die sich der Zuschauer in diesem Moment stellt.

Wie lang darf der Sprechertext sein?

So lang, dass der Sprecher ruhig sprechen kann und die Bilder Zeit zum Wirken haben. Lies den Text laut mit Stoppuhr vor, plane Pausen ein und kürze, bis er deutlich unter der Zielzeit bleibt.

Wer schreibt das Skript?

Bei Explikate schreiben wir das Skript mit dir zusammen. Du lieferst Website, Präsentation oder Stichpunkte, wir machen daraus ein Skript mit Sprechertext und Bildbeschreibung und arbeiten nach, bis du freigibst.

Können wir ein eigenes Skript mitbringen?

Ja. Wir prüfen es vor dem Storyboard darauf, ob es zur Zielzeit passt und sich gut visualisieren lässt, und schlagen dir konkrete Änderungen vor.

Was ist der Unterschied zwischen Skript und Werbetext?

Ein Werbetext überzeugt mit Worten. Ein Erklärvideo-Skript verteilt die Arbeit auf Ton und Bild: Der Sprecher nennt den Nutzen, das Bild zeigt, wie es funktioniert. Deshalb steht neben jedem Satz, was im Bild passiert.

Was gehört nicht ins Skript?

Die vollständige Funktionsliste, interner Fachjargon, jedes Untermenü, die Firmengeschichte und Werbeversprechen ohne Beleg.

Wie beeinflusst das Skript die Kosten?

Bei Explikate ist der Preis fest, egal wie viele Szenen das Skript hat. Allgemein gilt: Änderungen im Skript sind am günstigsten, weil noch nichts gezeichnet oder animiert ist.

SKRIPT INKLUSIVE

Du hast ein komplexes Produkt, aber noch keine klare Story?

Das Skript schreiben wir mit dir zusammen, es ist in jedem Paket enthalten. Beschreib kurz dein Produkt, du bekommst ein schriftliches Festpreis-Angebot.

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